Fast könnte man meinen das „C“ hinter dem „NF“ steht für „Clever“ oder „Cool“, was durchaus berechtigt wäre. Aber die drei Buchstaben stehen für die englische Bezeichnung „Near Field Communication“. Wörtlich übersetzt heisst das Nahfeldkommunikation und bezeichnet den elektronischen Informationsaustausch auf kurze Distanz.

NFC ist ein auf RFID-Technik basierendes und international standardisiertes Übertragungsformat für den kontaktlosen Austausch von Daten. RFID steht für Radio Frequency Identification und beschreibt die Identifizierung mit elektromagnetischen Wellen. Im Gegensatz zu RFID-Technik, bei der unterschiedliche Frequenzen (125 – 135 kHz, 13,56 MHz oder 860 – 960 MHz) genutzt werden, ist die Frequenz bei NFC auf 13,56 MHz festgelegtDie Übertragungsreichweite auf wenige Zentimeter begrenzt.

Aufgrund der geringen Reichweite und der Übertragungsrate von lediglich bis zu 424 kBit/s ist NFC keine Alternative zu Bluetooth. Vielmehr muss NFC als Erweiterung oder Ergänzung zu Bluetooth gesehen werden.

Welche Vorteile bietet NFC?

Mit der NFC-Technologie werden Bluetooth-Anwendungen deutlich vereinfacht. Um z.B. einen Bluetooth-Kopfhörer mit einem Smartphone erstmalig zu koppeln, muss zunächst Bluetooth am Smartphone aktiviert werden.

Dann muss das passende Gerät innerhalb der Funkumgebung gesucht und aktiviert werden. Zum Teil ist dann noch die Eingabe von Codezahlen erforderlich, um das Pairing bzw. die Kopplung abzuschliessen.

Anders sieht es aus, wenn beide Geräte NFC-fähig sind. Dann reicht es aus, die NFC-Funktion am Smartphone zu aktivieren und das Telefon an eine ausgewiesene Stelle am Kopfhörer zu halten. Schon ist die Bluetooth-Kopplung perfekt und die Playlist im Handy kann gestartet werden.

Diese unkomplizierte Handhabung ist der wesentliche Vorteil der NFC-Technik.

Aber es gibt noch viele weitere praktische Anwendungsmöglichkeiten. So kann man z.B. sogenannte NFC-Tags nutzen, um am NFC-fähigem Smartphone bestimmte Dienste ein- oder auszuschalten. Ein NFC-Tag ist im Prinzip nur ein kleiner Speicherchip, der mit NFC-Technik erweitert wurde. NFC-Tags gibt es als Aufkleber, als Schlüsselanhänger oder auch in Kartenform. Mit Hilfe einer geeigneten App lassen sich NFC-Tags für den persönlichen Bedarf individuell per Smartphone programmieren.

Wenn Sie das Haus verlassen reicht es aus, das Smartphone kurz an den NFC-Tag im Auto zu halten. Die WLAN-Funktion des Telefons wird dann automatisch deaktiviert und eine Bluetooth-Verbindung zur Freisprecheinrichtung aufgebaut. Ein weiterer NFC-Tag zu Hause könnte die Änderungen rückgängig machen und zudem z.B. die Lautsprech-Funktion aktivieren.

Aber auch der unkomplizierte Datenaustausch zwischen zwei NFC-fähigen Geräten hat seine Vorteile. Kontaktdaten, Texte, Bilder, Videos oder auch Links lassen sich so sehr leicht zwischen Handys und Tablets austauschen.